NBBL siegt über Tabellenschlusslicht Trier (81:58)

Im vorletzten Spiel der Hauptrunde, am vergangenen Sonntag, empfing die U19 der RheinStars, das bisher sieglose NBBL Team der Young Gladiators aus Trier. Das Hinspiel war äußerst einseitig zu Gunsten der Kölner ausgefallen und deshalb ging auch diesmal jeder von einem klaren Sieg für die Gastgeber aus. Obwohl der Kader durch Verletzungen auf nur 9 Spieler dezimiert wurde, wähnte man sich in Sicherheit…

Und tatsächlich: In den Anfangsminuten lief aus Kölner Sicht alles glatt. Trier offenbarte, wie auch schon im Hinspiel, riesige Lücken in der Defense, die den Hausherren durch einfache Cuts und ein paar gute Pässe schnelle Punkte bescherten.

Nach nur 4 Minuten stand es deshalb 11:0 und alles deutete auf einen Blowout hin.

Doch der Tabellenletzte ließ sich von diesem miserablen Start nicht beeindrucken und schaltete gleich ein paar Gänge hoch.

Vor allem das Verteidigen von Dreiern und das Laufen von Closeouts war schon die ganze Saison über eine Schwäche der Kölner gewesen, eine Schwäche, die die Gäste im restlichen ersten Viertel eindrucksvoll aufzeigten. Mit 4 Dreiern in 4 Minuten kämpfte sich Trier ganz schnell wieder ran und die überrumpelten Kölner sahen tatenlos zu wie ihre Führung dahinschmolz.

Zu Beginn des zweiten Viertels stand es 18:18 und als wäre das nicht genug gewesen, setzte Trier noch einen drauf und ergriff sogar zwischenzeitlich die Führung. Erst nach einer Auszeit schaffte es der Favorit sich zu sammeln. Aber selbst nach dieser, blieb das Spiel der RheinStars zäh. Obwohl sie den Gegnern individuell und körperlich überlegen waren, hatten sie Schwierigkeiten sich in der Zone durchzusetzen und ihre teils sehr guten Chancen zu verwerten. Trier hingegen nahm aufgrund ihrer Unterlegenheit am Brett, in der ersten Halbzeit 12 Zweier-Versuche  weniger, aber war dank besserer Effizienz im Abschluss und beim Dreier, trotzdem nur mit einem Punkt hinten.

Klar war also: In der zweiten Hälfte mussten die Domstädter versuchen effektiver abzuschließen und sich durch Fastbreaks einfache Möglichkeiten zu schaffen. Zumindest die Sache mit den Fastbreaks funktionierte auch auf Anhieb. Wie in einem deja vù der ersten paar Spielminuten, überrollte Köln die Besucher und ging auf einen  16 zu null Lauf, der hauptsächlich durch zahlreiche Steals und die daraus resultierenden Schnellangriffe ermöglicht wurde. Doch auch hier hätte die Chancenverwertung besser sein können, viele einfache Würfe in Korbnähe konnten nicht verwandelt werden und meist  ging auch der zweite Versuch daneben. Möglichkeiten gab es durch die 15 Offensiv Rebounds des dritten Viertels genug, und deshalb ging dieser Abschnitt auch trotz schlechter Ausbeute klar nach Köln. Mit einer 19 Punkte Differenz schien das Spiel dann für beide Teams nach 30 Minuten gelaufen. Im vierten Viertel bot sich den Zuschauern ein unspektakulärer Abschluss zu einem glanzlosen Sieg der RheinStars. Weiterhin holte Köln die meisten Rebounds, doch weiterhin gab es Probleme beim Abschluss. Trier blieb grösstenteils ideenlos, doch Köln ließ unnötige Punkte liegen.

Alles in allem war die Darbietung der Nachwuchsmannschaft nicht sehr erbaulich. Ein Sieg wurde erwartet  und alles andere wäre  aufgrund der Tabellenplatzierung und der individuellen Überlegenheit des Favoriten auch eine herbe Enttäuschung gewesen. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit konnte man sich jedoch wenigstens noch vor einer Blamage retten. Zwei Punkte bleiben immerhin zwei Punkte und mit denen ist man nun den Playoffs schon wieder ein Stück näher.

Coach Platon Papadopoulos zum Spiel: Es war kein schönes Spiel. Wir haben uns schwer getan, nach dem guten Start ins Spiel, die Intensität und die Aufmerksamkeit hoch zu halten. Auch wenn wir keine Gute erste Halbzeit gespielt haben, habe ich nie dran gezweifelt, dass wir das Spiel gewinnen werden. Die Art und Weise wie wir gespielt haben hätte „schöner“ sein können, aber wie schon große Sportphilosophen bemerkt haben „…Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss…“. Am Ende zählen erstmal die zwei wichtigen Punkte, die es uns ermöglichen mit einem Sieg beim Spiel gegen Ulm den Klassenerhalt zu sichern und damit die Möglichkeit um den Aufstieg in die A-Gruppe zu spielen.

Das wichtige Spiel unserer NBBL RheinStars Köln vs. Ratiopharm Ulm findet am So. den 02.02.2020 um 15:00Uhr in der Halle des ASV-Köln statt!
Das Team freut sich auf eure Unterstützung!

Statistik zum Spiel gegen Young Gladiators Trier hier!

Bericht: Tom Königstein

NBBL siegt in Derby-Thriller gegen Bonn-Rhöndorf

Nach einer mehrwöchigen Winterpause, wurde der Spielbetrieb am vergangenen Sonntag in der  Nachwuchsbundesliga wieder aufgenommen. Für die RheinStars stand das Rückspiel gegen die Rivalen aus Bonn an, gegen welche man sich in einem spannenden Hinspiel mit drei Punkten geschlagen geben musste. Nach der Heimpleite in der Hinrunde schienen die Playoff- Hoffnungen der Domstädter schon fast gestorben, aber nach einer bisher gelungen Rückrunde, war vor dem Derby noch alles drin.
Ein Sieg war also wie so oft in dieser Saison sehr wichtig, um sich die Hoffnung zu bewahren nicht wieder gegen den Abstieg zu kämpfen.

In den ersten Paar Minuten zeigten sich jedoch beide Teams angesichts der langen Pause etwas überfordert.
Die ersten Angriffe waren chaotisch und beide Mannschaften schienen nicht recht in ihre Systeme zu finden. Erst nach 6 Minuten wurden die Gäste so richtig wach und gingen mit einem überzeugenden 12:0 Lauf, bei dem sie einfache Korbleger generieren konnten, in Führung. Maßgeblich beteiligt an diesem Run war Clemens Mandt, der sich mit zahlreichen Offensiv-Rebounds Abschlüsse erspielte. Durch ein paar Nachlässigkeiten der Kölner schafften es die Hausherren aber, sich nach einem 8 Punkte Rückstand, wieder auf vier Zähler heran zu kämpfen. Zur Erinnerung: Da die RheinStars das Hinspiel mit drei verloren hatten, mussten sie nun mit mindestens vier gewinnen, um sich den direkten Vergleich zu sichern.

Den Sieg klar zu machen gelang im zweiten Viertel jedoch noch nicht. Zwar wurde die Führung in diesem Abschnitt kein einziges Mal abgegeben, aber durch schlechte Closeouts und teilweise fehlende Kommunikation in der Verteidigung war es unmöglich die Bonner über lange Strecken am scoren zu hindern. Vor allem der Bonner Topscorer bereitete der Defense Probleme und erzielte im zweiten Viertel 8 wichtige Punkte.

Dieses wurde aus Sicht der Gäste mit einem Punkt verloren und somit stand es zur Halbzeit 41:38 für Köln. Diese 3 Punkte Führung war für den direkten Vergleich jedoch nicht genug, und um den Sieg in trockene Tücher zu bringen, bedurfte es in der zweiten Halbzeit weiterer Konzentration im Ballvortrag und der Verteidigung, denn mit 13 Turnovern und 52% Feldwurfquote der Gegner, gab es  definitiv noch Luft nach oben.

Und tatsächlich zeigten sich die RheinStars nach der Pause sehr viel wacher als die Hausherren und gingen durch drei Dreier und zwei Korbleger auf einen 13:1 Lauf. Nach einer Auszeit und ein paar klaren Worten schien Bonn sich wieder gefunden zu haben, und mithilfe einiger unnötiger Turnover der Derbyrivalen kämpften sie sich hinter den 10 Punkten ihres Point Guards wieder ins Spiel. Die zwischenzeitliche 15 Punkte Führung für Köln war also komplett zu Nichte gemacht worden und vor dem letzten Abschnitt war dieses spannende Spiel wieder total offen.

Das ganze Spiel über hatte die körperlich überlegene Kölner Mannschaft versucht ihre Gegner Mann zu Mann zu verteidigen. Die individuelle Stärke einiger Gegner und die eigene mangelhafte Helpside hatten den Bonnern jedoch bisher schon 54 Punkte erlaubt, weshalb für die letzten 10 Minuten auf eine Zonenverteidigung umgestellt wurde.

Und diese zeigte sofort Wirkung. Durch eine deutlich bessere Kommunikation, sowie Kampfgeist in der Defense und Entschlossenheit im Angriff, gingen die Gäste, wie auch schon 10 Minuten zuvor, auf einen 9:0 Lauf. Diesmal ließ man sich die Führung jedoch nicht mehr nehmen. Bonn fand kein geeignetes Mittel gegen die Zone und verließ sich einzig und allein auf ihren besten Schützen Lukosius Simonas, welcher 13 seiner 23 Zähler im letzten Abschnitt verbuchte. Diese Taktik nutzte ihnen am Ende aber nichts. Die Domstädter blieben druckvoll im Angriff und ließen nichts mehr anbrennen.

Bei diesem enorm wichtigen Derby ging neben dem Endergebnis und dem direkten Vergleich auch das Rebound und das Assist Duell klar nach Köln. Wie so oft in der laufenden Spielzeit, verkauften sich die RheinStars über weite Strecken unter Wert. Sie waren aber nun auch zum wiederholten Male in der Lage sich in wichtigen Momenten von ihrer besten Seite zu zeigen und gut als Team zusammenzuspielen. Wenn die letzten beiden Spiele der Hauptrunde auch noch gewonnen werden, kann man sogar noch aus eigener Kraft zweiter werden. Nach der Niederlage im Hinspiel hatten viele Gegner das wohl nicht mehr für möglich gehalten…

Coach Platon Papadopoulos zum Sieg: „Ich freue mich sehr für unser Team das nach mehreren Rückschlägen den Kopf nicht hängengelassen hat, an sich glaubt und Charakter zeigt! Wir waren nach den schmerzhaften Niederlagen gegen Heidelberg (-11) und Bonn (-3), in einer sehr schwierigen Ausgangssituation. Wir sind auf Platz 5 in die Rückrunde gestartet und haben mit den Siegen gegen Heidelberg (+12) und Team Bonn/Rhöndorf (+8) nicht nur diese wichtigen Spiele gewonnen, sondern uns auch den jeweiligen direkten Vergleich erkämpft. Somit haben wir uns aktuell auf Platz 3 hochgearbeitet und können mit zwei Siegen gegen Trier und Ulm aus eigener Kraft den 2ten Platz sichern. Es wird keine einfache Aufgabe aber die Entwicklung, der Kampfgeist und der Charakter dieses Teams, gibt mir die Zuversicht dass wir es schaffen können!“

Die letzten zwei Spiele in der Hauptrunde Süd-West wird unser NBBL-Team, in Köln absolvieren:
So. 19.01.2020 15:00Uhr in der Halle 22 der DSHS-Köln:
RheinStars Köln vs. Young Gladiators Trier

So. 02.02.2020 15:00Uhr in der Halle des ASV-Köln:
RheinStars Köln vs. Ratiopharm Ulm

Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

Statistik zum Spiel gegen das Team Bonn/Rhöndorf hier!

Bericht: Tom Königstein

Weihnachtsgrüße

RheinStars erhalten vom WBV Förderpreis Nachwuchs/Schule zum vierten Mal in Folge!

Das RheinStars Köln NBBL-Team holt wichtigen Auswärtssieg gegen USC Heidelberg (58:70)

Nachdem, die Hinrunde einer kurzen NBBL Saison nicht gerade im Sinne der RheinStars U19 verlaufen war, galt es im ersten Spiel der Rückrunde nicht nur die Heimpleite aus dem Auftaktspiel wett zu machen, sondern auch sich die Chancen auf die Playoffs zu wahren.

Die Heidelberger hatten sich bisher nicht gut in der Gruppe behaupten können und gingen ebenso wie die Gäste aus Köln mit einer 2:3 Bilanz ins Spiel.

Wie erwartet begann Heidelberg mit einer Zonenpresse, die den Kölner im Hinspiel große Probleme bereitet hatte. Diesmal hatte man sich  jedoch besser vorbereitet und war deshalb in der Lage die Verteidigung  auszuspielen. Jedoch wurden die, daraus resultierenden, einfachen Chancen, vor allem in den ersten paar Minuten, nicht effektiv genutzt, weshalb man sich schnell mit 2:7 in Rückstand sah. Nach den ersten drei Minuten hatten sich die Gäste jedoch gefangen und ergriffen durch einen 11 zu Null Lauf die Führung. Diese wurde jedoch bis zum Ende des ersten Viertels zu Nichten gemacht und somit stand es nach 10 Minuten 18:18. Zwar hatte Köln es geschafft den Topscorer aus dem Hinspiel, der 34 Punkte für Heidelberg aufgelegt hatte, bei nur 4 Zählern zu halten, jedoch war der gegnerische Point guard, wie auch im Auftaktspiel, in der Lage gewesen 6 Fouls in im ersten Viertel zu ziehen, was den Kölner Trainer zu ein paar frühen Wechseln zwang.

Der Fokus lag also auch in zweiten Viertel darauf, den besten Spielern der Gegner keine Möglichkeit zu geben ihr Spiel zu entfalten. Das klappte auch auf weite Strecken ganz passabel: Heidelberg scorte in diesem Viertel nur 11 Punkte, was zugegebenermaßen teilweise an ihrer schlechten 3er Quote lag (1/7 im 2. Viertel), aber auch daran, dass Köln besser am Ball verteidigte und die Gegner nur 2 mal foulte.

Zur Pause führten die Besucher aus der Domstadt dann 32:29

Zum Vergleich: Beim Saisoneröffnungsspiel in Köln stand es nach 20 Minuten 54:34 für Heidelberg.

Die Verbesserung der Kölner Verteidigung galt es nun in der zweiten Halbzeit auch auf die Offense zu übertragen.

In den ersten 2 Minuten nach der Pause zeigten sich die Hausherren jedoch wacher und gingen durch einen 7:0 Lauf wieder in Führung. Nachdem auch die Gäste wieder wach geworden waren lieferten sich beide Teams 5 Minuten lang einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Angeführt von Joshua Burgunder und seinen 11 Punkten im dritten Viertel, schafften es die RheinStars,  die Führung wieder an sich zu reißen und mit einem 6 Punkte Vorsprung in den letzten Abschnitt zu gehen.

Und in diesem zeigten die RheinStars endlich einmal, was sie drauf hatten, sowohl individuell als auch im Zusammenspiel waren sie den Heidelberger in diesem Viertel überlegen. Sie legten mit einem 8:0 Lauf vor und ließen die Gastgeber danach nicht mehr rankommen. Die drei Besten Werfer der Kölner: Joshua Burgunder, Roni Sijarina und Jerry Fondja Tcheuko hatten alle drei solide Wurfquoten und konnten von der Heidelberger Verteidigung nicht gestoppt werden, obwohl diese im letzten Viertel noch einmal auf Zonen Verteidigung umgestellt hatte.

Neben dem Endergebnis ging auch das Duell im Rebound und den  Assists nach NRW und die RheinStars holen sich ihren dritten Saisonsieg.

Das Erreichen der Playoffs ist noch möglich und die kleinen Verbesserungen im Kölner Spiel lassen auf weitere Erfolgserlebnisse hoffen.

Coach Platon Papadopoulos zum Spiel:
Wir können heute sehr zufrieden sein mit unserer Leistung. Schon gegen Trier haben wir gut Verteidigt. Es galt einen Gegner der uns beim Hinspiel 93 Punkte eingeschenkt hatte (82:93), nicht nur zu besiegen, sondern im Idealfall auch die Differenz von 11 Punkten herauszuspielen. Dies haben wir geschafft. Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Jetzt gilt es darauf aufzubauen und konzentriert weiter zu trainieren und effizient zu spielen.

Bericht: Tom Königstein