Ein meisterliches Jahr
Im vierten Anlauf ist es endlich geglückt. Die 2. Herrenmannschaft der RheinStars Köln hat sich zum Meister gekürt und steigt in die 1. Regionalliga auf. Wir blicken auf die erfolgreiche Saison zurück.
Nach dem dritten Platz in der vorigen Spielzeit wurde der Kader im zurückliegenden Sommer nochmal verstärkt. Mit Tim Lang, Thomas Michel und Friedrich Anemüller konnte Headcoach Thomas Müller-Laschet gleich drei hochklassige Spieler aus der 1. Regio an den Campus lotsen. Dazu wurde das Aufgebot durch Veteran Laurin Iser sowie JBBL-Talent Ruben Baucks komplettiert. Die Trainingsqualität war hoch, die Vorbereitung erfolgreich. Alle Testspiele wurden gewonnen, darunter auch gegen die Grevenbroich Elephants – eines der Spitzenteams aus der Regio-Beletage. Vor allem Neuzugang Michel entpuppte sich als Glücksgriff, nicht nur wegen seiner Allrounder-Fähigkeiten auf dem Feld, sondern auch, weil er mit seiner Aura als ehemaliger Profi maßgeblich daran beteiligt war, dass die Mannschaft mit dem nötigen Selbstbewusstsein auftrat.
Mit dem Mindset eines Champions startete das Team in die Pflichtspiele und entschied die ersten fünf Partien deutlich für sich. In der Vorbereitung auf das Derby in Deutz folgte dann der Schock: Coach Müller-Laschet fiel mit gesundheitlichen Problemen aus. Ohne den Erfolgstrainer an der Seitenlinie unterlagen die RheinStars dem Rivalen mit 78:81 nach Verlängerung, boten aber einen starken Kampf und hatten zum Ende der regulären Spielzeit sogar den Sieg auf den Fingerspitzen. Da sich abzeichnete, dass sich der Ausfall Müller-Laschets länger ziehen wird, stellte sich Profi-Assistenztrainer Oliver Elling als Interimscoach zur Verfügung. Bei seinem Debüt in Wuppertal tat sich die Mannschaft lange schwer, ehe Tim Lang von jenseits der Dreierlinie Feuer fing und den knappen 78:73-Auswärtssieg mit 33 erzielten Punkten perfekt machte.
Nachdem auch Future Sports Meckenheim geschlagen wurde, kehrte Müller-Laschet pünktlich zum Topspiel bei der TG Düsseldorf zurück. Die beiden Aufstiegsfavoriten lieferten sich den erwarteten harten Kampf, mit dem besseren Ausgang für die Hausherren. Düsseldorf setzte sich im Krimi mit 72:67 durch und festigte damit die Tabellenführung. Da der Konkurrent an den kommenden drei Spieltagen gleich dreimal patzen sollte, war das Meisterrennen allerdings noch lange nicht entschieden. Die RheinStars gewannen alle drei Partien und sprangen auswärts in Leverkusen zurück an die Tabellenspitze. Die Freude war groß, auch weil man sich zusätzlich die Dienste des ehemaligen ProB-MVP Rupert Hennen sichern konnte.
Wie bereits in der Hinrunde, wurden auch in der Rückserie die ersten fünf Spiele gewonnen. Mit Winter-Neuzugang Hennen triumphierte man diesmal auch gegen Deutz. Dem Stadtrivalen wurde im Heimspiel mit 89:61 keine Chance gelassen. Somit lief alles auf ein entscheidendes Spiel gegen Düsseldorf hinaus, in das die RheinStars nach zehn Siegen in Serie mit breiter Brust gingen. Und das Meisterschaftsfinale hielt seine Versprechen: Nachdem es im dritten Viertel ausgesehen hatte, als würde Düsseldorf das Spiel ziehen, kamen die RheinStars im Schlussviertel zurück und drehten einen zweistelligen Rückstand. Hennen markierte 24 Punkte, zum Matchwinner avancierte aber Defensiv-Ass Steffen Haufs, der die entscheidenden Stopps holte. Da sich beim 66:56-Erfolg auch der direkte Vergleich gesichert wurde, stand der Meistertitel fest. Das Ziel war erreicht: Nach sechs Jahren spielen die RheinStars 2 in der kommenden Saison wieder in der 1. Regionalliga. Trotz der Feierlichkeiten wurden auch die beiden verbliebenen Partien gewonnen. Somit wurde die Spielzeit mit 20 Siegen und nur zwei Niederlagen erfolgreich beendet.
Bericht: Julius Mager
Foto: Gero Müller-Laschet


Heiko Ploch